Städte erheben ihre Stimme für eine atomwaffenfreie Welt. Am 8. Juli findet ein Aktionstag von „Mayors For Peace“ statt. Beispiel: Bad Kreuznach

Weltweit setzen Oberbürgermeister und Bürgermeister am 8. Juli ein Zeichen für den Frieden und gegen Atomwaffen. Dafür hissen sich die Flagge des Bürgermeisterbündnisses „Mayors For Peace“, das sich für eine atomwaffenfreie Welt einsetzt. Die Aktion zielt außerdem auf eine Verlängerung des „New-Start-Vertrags“ ab. Das von den USA und Russland unterzeichnete Abkommen trat 2011 in Kraft trat und gilt bis 2021. Es ist die letzte noch gültige Vereinbarung zur Begrenzung von Atomwaffen. Zudem fordern die Bürgermeister die Atommächte auf, einen Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.

Nach Hiroshima und Nagasaki: Hoffen auf eine Welt ohne Atomwaffen

„75 Jahre nach den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki hat sich die Hoffnung der Überlebenden, der Hibakusha, nach einer Welt ohne Kernwaffen, immer noch nicht erfüllt“, erklärt Heike Kaster-Meurer, OBM im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach. Die „Mayors For Peace“ – also die „Bürgermeister für den Frieden“ – erinnerten mit dem Hissen der Flagge daran.

Kaster-Meurer: „Wir fordern die Atommächte eindringlich dazu auf, ernsthafte Verhandlungen zur Abschaffung der Nuklearwaffen zu führen und dem 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag endlich beizutreten.“ Am 8. Juli hisst Kaster-Meurer die „Mayors For Peace“-Flagge vor dem Bad Kreuznacher Stadthaus.

Weltweit mehr als 7.900 „Mayors For Peace“

Weltweit gehören der Initiative „Mayors For Peace“ 7.907 Städte in 164 Ländern an. Das Städtenetzwerk wurde 1982 gegründet. Es geht auf eine Initiative des Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki, zurück. Die internationale Organisation setzt sich für Frieden ein. Ihr zentrales Anliegen ist die Abschaffung von Atomwaffen.

Der Flaggentag der „Mayors For Peace“ am 8. Juli geht zurück auf das Jahr 1996. Damals brachte der Internationale Gerichtshof in Den Haag ein Rechtsgutachten heraus. Darin forderte er die nukleare Abrüstung als „völkerrechtliche Verpflichtung“ und stellte damit fest, dass der Einsatz von Nuklearwaffen dem Völkerrecht widerspreche.

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