Steuerzahlerbund-Geschäftsführer Rene Quante nennt die Idee von Kaiserslauterns OBM Klaus Weichel, Aktien vom FCK zu fordern, einen “fairen Plan”.

Der Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Steuerzahlerbundes, Rene Quante, springt dem Kaiserslauterer Oberbürgermeisters Klaus Weichel in Sachen FCK-Aktien bei. Weichel hatte vorgeschlagen, dass die Stadt im Gegenzug zu einer Reduzierung der Stadionpacht für den Fußballklub 1. FC Kaiserslautern, eine wertgleiche Kompensation erhält. Dies könnte in Form von Aktien an der Kapitalgesellschaft des Drittligisten geschehen. Am vergangenen Montag stritt der Stadtrat in einer Sondersitzung hitzig darum und vertagte seine Entscheidung darüber auf die nächste Sitzung am 3. Februar.

„Vom kleinen Betzeanleihen-Halter bis hin zum potentiellen Großinvestor weiß die FCK-Führung, dass sie für jeden erhaltenen Cent auch einen Gegenwert leisten muss. Das ist eine Selbstverständlichkeit“ – und nichts anderes dürfe für die Stadt Kaiserslautern gelten, so Quante heute gegenüber der OBM-Zeitung. „Wer den Roten Teufeln spenden will, kann das tun – Zwangsspenden aller Steuerzahler in Form einer Pachtreduzierung für Nichts darf es aber nicht geben. Von dieser Vorstellung sollte sich die FCK-Führung endlich verabschieden.“

Der Wert der FCK-Kapitalgesellschaft wird mit 45 Millionen Euro angenommen. „Insofern wären wertgleiche Aktien zugunsten der städtischen Stadiongesellschaft für die Pachtreduzierung nur ein kleiner Anteil“, rechnet Quante. Interessierten Investoren stehe es dann frei, bei der Stadt zum Kauf der FCK-Aktien oder der ganzen Stadiongesellschaft vorstellig zu werden. Der Steuerzahlerbund-Geschäftsführer hofft, „dass der Stadtrat diesem fairen Plan letztlich zustimmen wird“. Viel zu lange habe die Kaiserslauterer Kommunalpolitik „auf Sportwetten und Versprechungen gesetzt, um dann am Ende mit mehreren Millionen weniger vom Platz zu gehen“. Wenn die Roten Teufel nicht liquide genug seien, um die vereinbarte Pacht zu zahlen, müsse es eben einen Wertausgleich wie Aktien der Profigesellschaft geben.

Kaiserkarree-Idee „recht interessant“

Auch die Pläne des Oberbürgermeisters, das Stadionumfeld städtebaulich zu entwickeln und damit die Nutzungsfrequenz des Stadions zu erhöhen, begrüßt Quante. „Die bislang von der Stadt vorgestellten Pläne zum sogenannten Kaiserkarree finden wir recht interessant und eine echte Chance für die Stadtentwicklung.“ Letztlich könne eine Realisierung gewiss auch den Roten Teufeln helfen. Weichel stellte seine Pläne für das Kaiserkarree zuletzt in der Sondersitzung des Stadtrats ebenfalls vor.

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