Darmstadt entwickelt seine digitalen Kompetenzen fort. Für den Bereich der digitalen Medizin gründet die Stadt einen Verein.

Die Stadt Darmstadt forciert die Digitalisierung in der Medizin. Dafür hat sie mit den relevanten Akteuren der Stadtgesellschaft ein Kompetenzzentrum für digitale Medizin in Vereinsform gegründet. Auf diese Weise will die Stadt die Potentiale der Digitalisierung für die Gesundheitsvorsorge stärker nutzen. Zudem möchte sie sich nach eigenen Angaben zu einem „zentralen Hotspot der digitalen Medizin“ entwickeln.

Digitale Medizin: Verein vernetzt Akteure in Darmstadt

Der Verein vernetzt die medizinischen Akteure der Stadt. Darunter sind die Stadt, die Darmstädter Kliniken, örtliche Fraunhofer-Institute, die Technische Universität Darmstadt sowie diverse Unternehmen. Die Vereinsgründung geht auf eine Initiative von OBM Jochen Partsch und Klinikdezernent Andre Schellenberg zurück. Morgen findet die erste Mitgliederversammlung statt.

Grundsätzlich spielt die Digitalisierung im Profil der „Digitalstadt Darmstadt“ eine prägende Rolle. „Digitalisierungsprojekte sind für Darmstadt ein wichtiger Standortfaktor. Wir sind Vorreiter in der Implementierung von Digitalkonzepten für den kommunalen Bereich“, sagt OBM Partsch. Dabei richte man das Augenmerk auch auf die gesundheitliche Daseinsvorsorge, aktuell etwa im Kontext der Coronakrise.

Digitale Medizin im Kontext der städtischen Datenplattform

Indem die Stadt die digitale Medizin stärker forciere, ziele sie darauf ab, digitalmedizinische Anwendungen und den diesbezüglichen Datenaustausch in der medizinischen Praxis zu etablieren. Zudem setzt Partsch auf eine Vernetzung von Kliniken und Forschungseinrichtungen – auch über die Datenplattform der Digitalstadt Darmstadt. Die Stadt hat eine eigene Datenplattform entwickelt, auf der sie Stadtdaten zusammenführt und den Bürgern dadurch neue Services und Informationen zur Verfügung stellt.

Partsch weiß um die besondere Sensibilität medizinischer Daten: „Gerade in Darmstadt spielen Datenschutz und dessen ethische Leitplanken eine besondere Rolle. Deshalb ist ein besonderes Anliegen des Kompetenzzentrums, dass die Datenhoheit von geplanten Projekten bei den Patienten liegt.“ Demnach seien IT-Sicherheitsstandards, der Daten- und der Patientenschutz bei allen Projekten des Vereins wichtige Aspekte.

Modellhafte Lösungen für die digitale Medizin

Die Themen, mit denen sich das neue Kompetenzzentrum für digitale Medizin beschäftigt, können bundesweit modellgebend sein. Laut Presseinformation widmen sich die ersten Projekte des Kompetenzzentrums „dem besseren, patientenzentrierten Austausch medizinischer Daten zwischen den Kliniken und Arztpraxen“. Es geht darum, den digitalen Austausch zwischen den Stellen zu optimieren. Darüber hinaus möchte das Kompetenzzentrum Verbundlösungen forcieren, um „die Teilnahme an medizinisch-digitalen Innovationen für alle“ zu ermöglichen. Dies soll die medizinische Versorgung mithilfe digitaler Instrumente verdichten.

„Mit dem Kompetenzzentrum für digitale Medizin schreiben wir auch im Gesundheitsbereich unsere herausragende Stellung als Digitalstadt fort“, sagt José David da Torre Suárez. Der Geschäftsführer der kommunalen Digitalisierungs-GmbH ist zugleich Vorstand des neuen Vereins. Nun gehe es darum, das „Darmstädter Ökosystem rund um die Digitale Medizin und Gesundheitsversorgung“ weiterzuentwickeln. Dafür zeigt sich der Verein offen für neue aktive Mitglieder, die sowohl im Bereich der digitalen Medizin schon praktisch arbeiten, als auch etwa als Start-Ups diesbezügliche Innovationen vorantreiben und erproben wollen.

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