Nicht jede Stadt, die sich zur Smart City entwickelt, muss sich jede Lösung selbst erarbeiten. Interkommunale Zusammenarbeit ist geboten.

„Nicht jede Kommune muss die digitale Stadt neu erfinden. Gemeinsam können wir von den Ideen und Erfahrungen der anderen profitieren und gute Lösungen finden.“ Das sagt OBM Thomas Hirsch aus Landau. Um ihre eigene Digitalisierung voranzutreiben, ist die pfälzische Stadt einem interkommunalen Netzwerk beigetreten.

Im Interkommunalen Netzwerk Digitale Stadt (IKONE-DS) sind bislang zehn rheinland-pfälzische Städte miteinander verbunden. Die Städte stimmen sich bezüglich ihrer Digitalisierungsprozesse ab und tauschen sich über innovative Lösungen aus. Das Beispiel zeigt: Die Stadt von Morgen agiert interkommunal.

Im interkommunalen Verbund zur Smart City

Das interkommunale Netzwerk wurde im April 2019 gegründet. Es ist ein Vorhaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. Seine Koordination liegt bei der „KL digital GmbH“, einer Digitalisierungsgesellschaft der Stadt Kaiserslautern.

Wissenschaftlich begleitet wird es von der Technischen Universität Kaiserslautern. Bislang sind neben Landau und Kaiserslautern folgende Städte Mitglieder des Netzwerks: Andernach, Bad Kreuznach, Katzenelnbogen, Pirmasens, Speyer, Trier, Wörth und Zweibrücken.

Nicht jede Stadt muss eigene Digitallösungen erarbeiten

Arbeitet längst digital: Landaus OBM Thomas Hirsch. (Quelle: Stadt Landau)

Arbeitet längst digital: Landaus OBM Thomas Hirsch. (Quelle: Stadt Landau)

In der gemeinsamen Abstimmung erhoffen sich die Städte eine gegenseitige Unterstützung in ihren jeweiligen Digitalisierungsprozessen. Die interkommunale Kooperation fußt auf dem Gedanken, dass nicht jede Stadt eigene Lösungen auf ähnliche Problemstellungen mühsam erarbeiten muss.

Im gemeinsamen Handeln sollen von Beginn an mögliche Schnittellen vermieden und einheitliche Standards entwickelt werden. Durch den gegenseitigen fachlichen Austausch erwarten sich die Netzwerkpartner eine Beschleunigung ihrer eigenen Digitalisierungsprozesse sowie eine höhere Effizienz beim entsprechenden Ressourceneinsatz.

Bei der „KL digital GmbH“ handelt es sich um eine kommunale Gesellschaft. Gegründet wurde sie im Kontext des Bitkom-Wettbewerbs „Digitale Stadt“, an dem Kaiserslautern 2017 teilnahm und einen der vorderen Ränge belegte. Für die Stadt treibt sie Smart-City-Lösungen voran. Zudem übernimmt sie für das IKONE-DS die koordinierende Rolle und damit die Verantwortung dafür, Smart-City-Lösungen zwischen Kommunen zu transmittieren.

Info: Digitale Trends und Smart City

Einen umfassenden Beitrag zu den Trends der Digitalisierung in Kommunen und zu den Effekten der Coronakrise auf die Digitalisierung gibt es hier in unserem diesbezüglichen Webinar.

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