In Bonn investiert die Telekom in Glasfaserausbau. Konzernchef Höttges unterstreicht das Zusammenspiel von Industrie und Kommunen für die Digitalisierung.

Die Bundesstadt Bonn macht einen weiteren pionierhaften Schritt beim Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur. Eine Absichtserklärung zum Ausbau der Glasfasertechnologie haben OBM Ashok Sridharan und Telekom-Vorstandsvorsitzender Timotheus Höttges vor wenigen Tagen unterzeichnet. Damit sollen mehr als 12.300 Haushalte in der Bonner Nordstadt mit Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung („FTTH“) erschlossen werden. Zudem will die Bundesstadt Bonn, Stammsitz der Telekom, ihre digitale Infrastruktur als Smart City modellhaft weiterentwickeln und ihren Status als digitale Vorzeigestadt ausbauen.

Höttges: „Bis 2030 jeder Haushalt Glasfaseranschluss“

Dabei unterstrich Höttges die Rolle der Industrie und das Zusammenspiel mit Kommunen für digitale Progression. „Mein Ziel für die gesamte Telekommunikationsindustrie ist: Bis 2030 hat jeder Haushalt in Deutschland einen direkten Glasfaseranschluss.“ Dies erfordere Investitionen der Industrie in Höhe eines zweistelligen Milliardenbetrags.

In seine Überlegungen bezieht Höttges nicht nur die Telekom, sondern auch andere Unternehmen der gesamten Branche ein. Allein im vergangenen Jahr habe die Telekom rund 5,5 Milliarden Euro investiert. Diesen Weg zum Ausbau der Glasfaser- und 5G-Technologie wolle man weiterbeschreiten.

Ab 2021 will die Telekom laut Presseinformation in Deutschland jährlich zwei Millionen Haushalte direkt per Glasfaser erschließen. Bonn war im vergangenen Jahr bundesweit eine der ersten Städte, in denen mit dem Aufbau der 5G-Technologie begonnen wurde.

Kommunen spielen wichtige Rolle für die Digitalisierung

Höttges schreibt den Kommunen eine hohe Verantwortung im Zusammenhang mit der Verbreitung neuer, digitaler Technologien zu. Dies betreffe nicht nur den Ausbau der Infrastruktur, sondern auch die Akzeptanz von digitalen Anwendungen. Am Beispiel Bonn sagt er: „Die Lokalpolitik hat jetzt die große Chance, eine digitale Zukunftsvision für Bonn zu formulieren.“ Gemeinsam müsse man für FTTH, Fibre To The Home, und 5G „als die Zukunftstechnologien für die Digitalisierung“ eintreten. Nur in einem gemeinsamen Engagement könne der Infrastrukturausbau zügig gelingen.

Der ausschließlich von der Telekom finanzierte Glasfaserausbau in der Bonner Nordstadt sieht vor, durchgängig von der Vermittlungsstelle bis ins Haus moderne Glasfasertechnologie verfügbar zu machen. Baubeginn ist Anfang November. Die Inbetriebnahme ist zum Jahreswechsel 2021/22 vorgesehen. Insgesamt werden 250 Kilometer Glasfaserkabel verlegt.

Sridharan: „Auf dem Weg zur Smartest City in NRW“

OBM Sridharan unterstreicht die zukunftsträchtigen Potentiale, die die Digitalisierung für Städte bereithält. „Gerade die Coronakrise macht deutlich, wie wichtig Digitalisierung und digitale Infrastruktur für die Aufrechterhaltung von Leben und Lernen sind“, sagt der Oberbürgermeister. Der diesbezügliche Ausbau in der Bonner Nordstadt sei für die Bundesstadt „ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Smartest City in NRW“.

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