Die Fastnacht geht zu Ende. Auch lokale Verwaltungen und Politiker waren in die tollen Tage eingebunden.

Ein rauschendes Narrenfest geht heute zu Ende – damit legt sich auch in manchen Rathäusern der karnevalistische Trubel etwas, und die Verwaltungen finden zur ganz alltäglichen Narretei zurück.

 

Dabei waren die vergangenen Tage auch für Stadtpolitiker turbulent. In Aachen etwa feierte sogar der närrische Rat im Königssaal unter Sitzungspräsident OBM Marcel Philipp. „Dreijmoel Oche alaaf!“, rief jener seinen tollen Mitstreitern zu. Dabei vereinten sich die Stadtpolitiker von CDU, SPD, Grünen sowie in besonders närrischen Koalitionen wie denen von FDP und Linken zur Programmgestaltung. „Diese Sitzung läuft jetzt schon bestens etabliert seit Jahren im Körnungssaal mit wachsenden Besucherzahlen“, so OBM Philipp. Der Eintritt für Öcher Jecken ist frei.

 

Doch nicht nur in Karnevalshochburgen wie Aachen, Düsseldorf, Köln, Mainz oder Saarbrücken, wo Annegret Kramp-Karrenbauer einen Auftritt mit Legendenpotential hinlegte, wurde ausgiebig gefeiert. Überall in der Republik waren Narren zugange – und hatten die Verwaltungen auch organisatorisch fest im Griff. Aus Münster kam etwa die Meldung, dass der dortige Umzug aufgrund des stürmischen Wetters zur Disposition stand, letztlich aber doch stattfinden konnte. In Augsburg hingegen wurden Feierlichkeiten abgesagt.

 

„Bennet“ stürmt in Recklinghausen

 

Auch in Recklinghausen sorgte das Tief „Bennet“ dafür, dass der Umzug wetterbedingt um zwei Stunden verlegt werden musste. Dennoch bilanziert die Verwaltung mehrere zehntausend Karnevalisten beim Rosenmontagsumzug. Insgesamt sei die Veranstaltung „ohne größeren Zwischenfälle“ verlaufen. „Die zweistündige Verschiebung führte jedoch bei einigen Besuchern zu erhöhtem Alkoholkonsum“, teilt die Verwaltung mit. Daher sei es für das Deutsche Rote Kreuz arbeitsintensiver gewesen als im Vorjahr. Insgesamt wurden 65 Mitarbeiter, zwei Notärzte und acht Rettungsfahrzeuge aufgeboten.

 

Nach Einschätzung der Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen beläuft sich die eingesammelte Menge an Müll wie im letzten Jahr auf rund 2,8 Tonnen. Außerdem wurden etwa 0,3 Tonnen Glas eingesammelt (Im Vergleich: 2018 waren es etwa 0,5 Tonnen). Dabei kamen am Rosenmontag 26 Mitarbeiter mit zwölf Fahrzeugen und am Morgen des Folgetages noch einmal acht Mitarbeiter mit vier Fahrzeugen zum Einsatz. In diesem Sinne: „Alaaf“, „Helau“ und „Alleh hopp!“

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