Berlin führt einen neuen Feiertag im Zeichen der Gleichstellung ein.

Berlin begeht den Weltfrauentag am 8. März zum ersten Mal als Feiertag. „Das heißt für die Politik und ebenso für die Gesellschaft, weiter für Gleichstellung und die Rechte der Frauen zu kämpfen“, erklärt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller. „Wie kein anderes Datum steht der 8. März für den langen Weg hin zur Gleichstellung der Geschlechter. 100 Jahre ist es in diesem Jahr her, dass Frauen in Deutschland erstmals wählen durften und dass erstmals mit Marie Juchacz eine Frau in einem demokratisch gewählten deutschen Parlament das Wort ergriffen hat.“

 

Gleichstellung sei Verfassungsauftrag, so Müller. „Sie muss in allen Lebens- und Arbeitsbereichen mitgedacht werden. Hochaktuell und von zentraler Bedeutung für das 21. Jahrhundert ist die Gleichstellung in der Digitalisierung. Auch wenn vieles erreicht worden ist, es bleiben also noch immer viele brennende Aufgaben. Das ist die Botschaft des Internationalen Tags der Frau und des neuen Feiertags in unserer Stadt.“

 

Müller: „In Gesellschaft und Berufswelt hakt es noch an viel zu vielen Stellen: Beim Zugang zum Arbeitsmarkt, wenn der Kitaplatz fehlt, auf der Arbeit, wenn das Kind erkrankt ist, und bei anderen Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, und von der oft prekären Situation alleinerziehender Frauen gar nicht zu reden.“

 

Der Berliner Senat hat einen Frauenanteil von 55 Prozent. Der Anteil neuberufener Professorinnen liegt in Berlin bei 45 Prozent. Im Abgeordnetenhaus ist der Frauenanteil zuletzt wieder gesunken. 2016 zogen doppelt so viele Männer wie Frauen ins Parlament der Bundeshauptstadt.

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