Um den Einzelhandel in Innenstädten zu stützen, schaffen ebay und der Handelsverband „lokale“ Marktplätze im Web. Zehn Kommunen machen mit.

Um lokale Unternehmen in der Coronakrise zu stützen und ihnen eine Teilhabe am Trend zum Onlinehandel zu eröffnen, startet die Onlineplattform ebay gemeinsam mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) sowie zehn Modellkommunen eine gemeinsame Initiative. Das Projekt „ebay Deine Stadt“ bietet den Kommunen einen virtuellen Marktplatz, auf dem lokale Händler ihre Produkte präsentieren und verkaufen können. Daran beteiligen sich die Städte Nürnberg, Lübeck, Chemnitz, Potsdam, Mönchengladbach, Moers, Gummersbach, Diepholz, Bad Kreuznach sowie die Region Ortenau.

„ebay Deine Stadt“: Neue Fenster für den lokalen Handel im Web

Auf diese Weise schafft der Onlineauktionsdienst neue Fenster für den lokalen Einzelhandel im Web. Er bietet den Kunden örtlicher Händler die Gelegenheit, im Internet „lokal“ auf den jeweiligen Städtemarktplätzen einzukaufen. Den Einzelhändlern eröffnet er – zusätzlich zum stationären Verkauf – den Anschluss an seine hochfrequentierte Plattform und damit auch eine potentielle Sichtbarkeit für neue Kunden außerhalb ihres angestammten, lokalen Umfelds.

Das Projekt „ebay Deine Stadt“ bedeute auch über die Coronakrise hinaus einen Ansatz, ein nachhaltiges Modell für Städte und den lokalen Handel zu entwickeln, erklärt Oliver Klinck, Geschäftsführer von ebay Deutschland. Einer selbst beauftragten Studie zufolge bevorzugten über 80 Prozent der Kunden den lokalen Handel auch im Falle eines Onlinekaufs. Dem wolle man Rechnung tragen und dafür eine entsprechende Basis schaffen.

Innenstädte befinden sich im Transformationsprozess

Nach Informationen des Onlinedienstes sind aus den zehn startenden Kommunen bereits Händler mit insgesamt über 2,5 Millionen Waren bei ebay präsent. Klinck setzt auf die zukünftige Beteiligung weiterer Kommunen an dem Projekt „ebay Deine Stadt“. „Handel ist ein Kulturgut, und für viele Menschen sind ihre regionalen Händler ein Stück Heimat. Als reiner Marktplatz sind wir immer Partner und niemals Wettbewerber des Handels“, sagt Klinck.

Die deutschen Innenstädte sind von einem gravierenden Transformationsprozess betroffen. Der Trend zum Onlinehandel schwächt den stationären Handel und sorgt vielerorts für leerstehende Ladenzeilen oder Warenhäuser. Die Coronakrise und der Lockdown beschleunigen diesen Prozess, sodass viele Innenstädte vor einem tiefgreifenden Strukturwandel stehen. Der Deutsche Städtetag fordert daher ein mit 2,5 Milliarden Euro ausgestattetes Förderprogramm vom Bund, mithilfe dessen Kommunen den Wandel vor Ort gestalten können.

Das Pressefoto oben zeigt die Linden Apotheke in Mönchengladbach.

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