Der Bau einer Fabrik des amerikanischen Unternehmens Tesla in Grünheide beschäftigt grenzübergreifend die Region von Berlin bis Frankfurt (Oder).

Der geplante Bau einer Gigafactory des amerikanischen Herstellers für Elektroautos, Stromspeicher und Photovoltaikanlagen, Tesla, hat Auswirkungen auf die Regionalplanung zwischen Berlin und Brandenburg. Das Gelände zum Fabrikbau liegt in Grünheide auf der Achse von Berlin nach Frankfurt (Oder).

Dafür haben heute der brandenburgische Infrastrukturminister Guido Beermann, die Berliner Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher, die Landräte Rolf Lindemann (Oder Spree) und Gernot Schmidt (Märkisch-Oberland), der Frankfurter Oberbürgermeister Rene Wilke sowie die Vertreter diverser Gemeinden der Region eine Erklärung unterzeichnet. Sie zielt ab auf die „Erarbeitung eines landesplanerischen Konzeptes zur strategischen Entwicklung des regionalen Umfeldes der geplanten Tesla-Ansiedlung in Grünheide (Mark)“.

Interkommunale Anstrengung für Tesla-Ansiedlung

Mit interkommunalem Blick sollen die Auswirkungen der Ansiedlung und die daraus erwachsenden Bedarfe, Chancen und Herausforderungen frühzeitig raumplanerisch analysiert werden. Von der derzeit in Bau befindlichen Tesla-Gigafactory in Grünheide seien Effekte auf die gesamte Region zu erwarten, teilt die Stadt Frankfurt heute in einer Pressemeldung mit.

Das Wirkungsfeld reiche vom Arbeits- und Fachkräftemarkt über die Wohnraumsituation und die Ansprüche an eine ausreichende Versorgungsinfrastruktur bis hin zur Verfügbarkeit von gewerblichen Flächen für Zulieferer und Dienstleister. „Die Städte und Gemeinden im Umfeld der großen Unternehmensansiedlung stehen vor großen Herausforderungen, aber auch Chancen.“

OBM Rene Wilke drängt auf Finanzhilfe für die Kommunen

Gemeinsames Ziel müsse sein, die mit der Ansiedlung verbundenen Chancen für die Region zu nutzen, so Oberbürgermeister Wilke. Wachstum und Siedlungsstrukturen müssten so gesteuert werden, dass Belastungen – etwa im Bereich der Mobilität durch neu entstehende Verkehre – minimiert werden. „Wichtig ist, dass die Kommunen – auch mit Blick auf die Auswirkungen der Coronakrise – in die Lage versetzt werden, diese Aufgabe finanziell zu stemmen”, so Wilke.

Das betreffe im Städtebau die dringend notwendige Unterstützung bei der Erschließung und Entwicklung von Wohn-, Gewerbe und Industriegebieten. Wilke verknüpft damit auch infrastrukturelle Anforderungen: „Ebenso notwendig ist eine gute Verkehrsanbindung – insbesondere die zügige Verbesserung der RE1-Verbindung.“

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